Gewaltprävention

Die Liste möglicher Grenzverletzungen in der Schule ist lang. Damit die Kinder und Jugendlichen lernen können, gewaltfrei miteinander umzugehen, müssen sie vor allem die Gelegenheit haben, Alternativen zu üben und auszuprobieren. Nur durch praxisorientierte Arrangements gelingt es, Erfahrungen zu sammeln, die über theoretische Inputs hinausgehen und das Handlungsspektrum erweitern. Im Rahmen konkreter Übungen und innerhalb von Rollenspielen haben die Schüler*innen die Möglichkeit, ihre Funktion in der Gruppe und ihr Verhalten zu reflektieren. Kinder und Jugendliche lernen schnell, wie man über problematische Situationen reden muss, damit die Erwachsenen sie wieder in Ruhe lassen. Bei konkreten Übungen und Rollenspielen können sie sich allerdings nicht verstecken. Dafür haben sie die Möglichkeit, ihre Rolle in der Gruppe und ihr Verhalten zu reflektieren. Das Training sozialer Kompetenzen und gewaltloser Handlungsmöglichkeiten findet mit der gesamten Klasse oder in geschlechtergetrennten Gruppen statt.

Dabei nähern wir uns den Themen Fairness, Grenzüberschreitung, Deeskalation und Konfliktlösung immer aus verschiedenen Blickwinkeln. Welchen Einfluss hat jede einzelne Person und welche Wirkung hat sie auf die Gruppe? Wie merke ich, ob ich Grenzen überschreite und was muss ich andererseits tun, damit meine eigenen Grenzen nicht überschritten werden? Warum sind in der Regel alle der Meinung, selbst fair zu sein, während sich jedoch trotz allem einige unfair behandelt fühlen? Wie kann ich auf Provokationen reagieren, ohne Rache zu üben, aber auch ohne in die Opferrolle zu geraten?